Brennstoffzellensysteme zur Strom- und Wärmeversorgung von Gebäuden werden in der Regel so ausgelegt, dass sie die Grundlast des Strom- und Wärmebedarfs abdecken. Nur dann erreichen sie eine optimale Effizienz. Brennstoffzellen- Heizgeräte sind deshalb mit einem konventionellen Zusatzheizgerät ausgestattet (in der Regel ein Gas-Brennwertgerät), das die erforderliche Wärme zur Abdeckung der Bedarfsspitzen im Heizund Warmwasserbetrieb liefert. Es wird ebenso wie die Brennstoffzelle über eine zentrale Regelung (
Energiemanager) gesteuert. Je nach System kann das Brennstoffzellen-Heizgerät mit einem integrierten oder externen Zusatzheizgerät kombiniert werden. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, vorhandene konventionelle Heizgeräte über eine spezielle hydraulische Weiche mit dem BZH zu verbinden. Die Entwicklung und Erprobung von Brennstoffzellen- Heizgeräten wird derzeit von Geräteherstellern, Forschungseinrichtungen und Energieversorgern vorangetrieben, vor allem auch in dem umfangreichen Praxistest
Callux. Die IBZ-Mitgliedsfirmen Baxi Innotech, Hexis, Vaillant und Viessmann haben mittlerweile eine Reihe von Vorseriengeräten produziert. Das Gerät von Hexis basiert auf der
SOFC und ist bereits seit 2007 im Praxiseinsatz. Es eignet sich mit einer elektrischen Leistung von 1 kW und einer thermischen Leistung von 2,5 kW vor allem für Ein- und Zweifamilienhäuser. Die BZH von Baxi Innotech, Vaillant und Viessmann arbeiten mit einer
PEMFC und befinden sich ebenfalls in einem weit fortgeschrittenen Entwicklungsstadium als Vor- bzw. Kleinseriengeräte im Alltagseinsatz. Für die Warmwasserbereitung werden die Geräte mit einem indirekt beheizten Speicher kombiniert.