Erdgas deckt heute in Deutschland rund 22 % des Primärenergieverbrauchs und ist die wichtigste Heizenergie. Inzwischen werden fast 50 % der Wohnungen mit dieser Energie beheizt. Diese Position verdankt Erdgas neben seiner Wirtschaftlichkeit und zahlreichen Anwendungsvorteilen auch seinen Umwelteigenschaften: Es ist der emissionsärmste fossile Brennstoff; bei seiner Verbrennung entstehen so gut wie kein Schwefeldioxid, Ruß oder Staub. Der CO2-Ausstoß ist ebenfalls vergleichsweise gering (CO2 gilt als wichtigstes klimabelastendes „Treibhausgas”). Ein weiterer Vorteil betrifft speziell die Brennstoffzelle. Aus Erdgas lässt sich mit vergleichsweise geringem Aufwand Wasserstoff gewinnen. Es hat von allen fossilen Brennstoffen das beste Kohlenstoff- Wasserstoff-Verhältnis, da es überwiegend aus Methan (CH4 ) besteht. Außerdem ist eine gut ausgebaute Versorgungs-Infrastruktur vorhanden. Deshalb ist Erdgas kurz- und mittelfristig der wichtigste Wasserstofflieferant für stationäre Brennstoffzellen, langfristig gilt es als Brücke zur Wasserstoffwirtschaft.