Der englische Forscher Sir William R. Grove legte im Jahre 1839 den Grundstein für die Brennstoffzellentechnologie. Er konstruierte den ersten funktionsfähigen Prototypen, indem er mit einem Platindraht Wasserdampf erhitzte, der in Wasserstoff und Sauerstoff zerfiel. Dann wies er nach, dass diese Reaktion umkehrbar ist und dabei chemische Energie in elektrische umgewandelt wird. Mit der Entdeckung des elektrodynamischen Prinzips durch Werner von Siemens schienen die Erkenntnisse Groves jedoch schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts überholt. Ihr Comeback erlebte die Brennstoffzelle in den 50er Jahren, als Militärtechnik, Luft- und Raumfahrtindustrie nach neuen Antriebsmöglichkeiten suchte. Die Energiekrisen der 70er und 80er Jahre sowie das wachsende Umweltbewusstsein haben die Weiterentwicklung der Technologie beschleunigt. Heute werden die Entwicklung und Erprobung der Brennstoffzelle in allen Anwendungsbereichen – mobil, portabel und stationär – intensiv vorangetrieben. Das derzeit laufende Demonstrationsprojekt Callux markiert dabei die letzte, entscheidende Etappe vor der Markteinführung von Brennstoffzellen-Heizgeräten.